Wo wir arbeiten

Unsere gemeinnützige Organisation arbeitet in Dörfern in der Umgebung der Stadt Vijayawada, im großen Bundesstaat, Andhra Pradesh.

Andhra Pradesh liegt in Südindien am Golf von Bengalen. Die Hauptstadt ist Vijayawada.  Die Analphabetismus-Rate ist höher als der nationale Durchschnitt von 42%. Hier liegt sie bei 66%. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von Landwirtschaft.  Die Ernteerträge sind abhängig von den Launen des Monsuns. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 32°C, mit Spitzen von bis 49°C im Sommer und extrem hoher Luftfeuchtigkeit.

Vijayawada liegt am Fluss „Krishna“, an der Ostküste am Golf von Bengalen. Vijayawada ist eine interessante Stadt, die von vielen Touristen besucht wird. Sie ist einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte des indischen Subkontinents.

Die Einwohner von Vijayawada und Umgebung widmen sich hauptsächlich dem Anbau von Reis, dem wichtigsten Getreide. Der Reisanbau prägt das Landschaftsbild. Üblicherweise gibt es zwei Ernten pro Jahr. Wenn allerdings der Monsun ausfällt, geht die gesamte Ernte durch die Dürre verloren. Dasselbe passiert, wenn der Monsun zu stark ist, und mit seinen verheerenden Fluten die Ernten und die armseligen Hütten der Bauern zerstört. Das bedeutet Arbeitslosigkeit und Hunger. Wie fast überall in Indien, herrscht auch hier Elektrizitätsmangel. Das ergibt große Probleme in allen Lebensbereichen.

Besonders die Situation der Dalits oder Unberührbaren ist erbärmlich. Tatsächlich hält sich die uralte Einteilung in Kasten, ursprünglich für Priester, Krieger, Handwerker und Kaufleute, Bauern und Diener entwickelt, aus denen sich zahlreiche Unter-Kasten bildeten, weiterhin in der gesellschaftlichen Mentalität Indiens, obwohl sie offiziell durch das Grundgesetz im Jahre 1950 abgeschafft wurde. Die Unberührbaren sind also ausgeschlossen aus vielen beruflichen und sozialen Bereichen.

Diese Situation erzeugt eine hohe Zahl von Problemkindern. Es gibt viele Kinder, die auf der Straße leben, oft Objekt verschiedenster Formen der Ausbeutung, auch sexueller. Dieses Leben ist für die Kinder, wie Sie sich vorstellen können, schrecklich. Die extreme Armut, der Tod der Eltern und die Verlassenheit geben den Kindern keine Chance auf eine elementaren Schulbildung und eine menschenwürdige Zukunft.

Die Waisenkinder stammen aus dem ganzen Bezirk Vijayawada (Krishna, Südindien) mit ca 4.5 Millionen Einwohnern. Helping Hands versucht, diese Kinder bevor sie zu Strassenkinder werden, aufzufangen.